Freitag, 17. Juni 2011

Mit den Gedanken bei dir

Warum selbst Alkohol nichts gegen Liebeskummer ausrichten kann

So fängt es an, so hört es auf: mit den Gedanken bei dir!

Mittwochabend: Feiern gehen.
Wie sehr du mir doch in den letzten Tagen die kalte Schulter gezeigt hast, ohne dass ich es verstehen kann. Dabei fehlt mir deine Nähe so sehr.
Ich habe getrunken, ein wenig. Nicht nur wegen dir, sondern einfach auch zum Spaß. Tanzen und fotografieren ist immer gut, denn Tanzen und fotografieren lenkt ab. Wenn ich tanze und fotografiere, dann fühle ich mich so frei, so glücklich.
Am liebsten mit dir.
Von hinten legen sich zwei Hände um meine Hüften, ein fremder junger Mann. Ich muss mich entscheiden ob ich das zulassen will. Wie oft habe ich doch in den letzten Monaten allen anderen die kalte Schulter gezeigt, nur damit du nicht denkst, ich könnte Interesse an jemand anderem haben. Aber heute Abend brauche ich ein bisschen Nähe.
Wir tanzen, eng umschlungen, er legt meine Hände um seinen Rücken, auf seine Schulter, seine wandern über meinen Rücken. Ich genieße die Nähe, spüre seine Wärme, so dicht bei mir.
Mit ihm trinken will ich nichts. Warum auch, ich habe kein Interesse daran, zu wissen wie er heißt, ihn kennen zu lernen. Also tanzen wir weiter, eng umschlungen.
Ich denke daran wie es war mit dir zu tanzen, wie sehr mein Herz geschlagen hat.
mit den Gedanken bei dir!

Samstag Abend: Feiern gehen!
Eine letzte Chance für uns, habe ich mir gedacht. Irgendwann stehst du vor mir, drehst dich um und blickst eiskalt über mich hinweg, kein Lächeln, kein gar nichts!
Das wars, in meinem Kopf. Ich trinke Jägermeister, in allen erdenklichen Varianten. Ich weiß, dass ich von Jägermeister schnell betrunken werde. ich mag Jägermeister nicht, aber ich will dich vergessen, den Schmerz vergessen!
Ich war noch nie so betrunken in meinem Leben. Bis zu diesem Abend. Wir gehen weiter feiern, ziehen durch die Clubs, alles leer, alles zieht an mir vorbei.
Irgendwann geht es nicht mehr. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wieso ich mit diesem Thema angefangen habe, aber ich fange an zu weinen.
Ich will nicht weinen, nicht wegen dir, aber die Tränen fließen einfach so, unaufhaltsam aus meinen Augen. Meine Freundin nimmt mich in den Arm und ich bin froh, dass sie da ist. Weinen tut gut, Alkohol hilft nicht beim Vergessen, er macht alles nur schlimmer
Ich war noch nie so verletzt, habe mich so verarscht gefühlt wie von dir. Ich weiß immer noch nicht warum du so zu mir bist, aber weinen tut gut.
Weinen vor Enttäuschung, weil ich mir so viel mit dir, von dir erhofft hatte.
Weinen vor Wut, weil ich mich so verarscht von dir fühle.
Weinen vor Trauer, weil ich dich doch so furchtbar gerne habe
Weinen vor Schmerz, weil einfach alles undefinierbar weh tut.

Die nächsten Arme legen sich um meine Hüften.
Diese Arme nehme ich mit nach Hause.

Um halb 6 liege ich im Bett. Mit den Gedanken bei dir!

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