Freitag, 6. Mai 2011

Hallo, ich hasse dich!

In den schattigen Momenten meines Tages sind meine Gedanken bei dir. Wenn sich der Schatten schon beim öffnen der Augen am Morgen auf mein Gemüt legt, ist für gewöhnlich der ganze Tag gelaufen und am Abend bricht das Gewitter richtig los.

Heute ist es wieder soweit.

Ich möchte dich anschreien: „Hallo, ich hasse dich!“, doch was würde es mir bringen? Du hörst mich schon lange nicht mehr. Bist taub für jedes Wort aus meinem Mund. Abgelenkt vom wummernden Beat der unzähligen Clubs die deine Wochenenden ausfüllen. Dunkel erinnere ich mich dass es mal unser Beat in unserem Club war, der Leben bedeutete. Heute ertrinkst du in der Musik und verschmilzt mit den Lichtern der Scheinwerfer um am nächsten Tag 10 Jahre älter auszusehen. Du redest nicht mehr, denn du hast nichts zu sage. Ich weiß nicht ob du vergessen hast, wie schön die Seifenblase war in der wir kurze Zeit lebten, oder ob ich sie zerstört habe als ich dich in ihr alleine ließ. Wahrscheinlich ist es zu spät die schillernden Farben zurückzuholen und noch einmal gemeinsam zu träumen, nur diesmal mit realistischer Hoffnung auf Erfüllung. Ich würde es wollen, wenn ich dich nicht gerade hasse.

Verpassen wir uns für den Rest unserer Leben? Hassen uns abwechselnd und lieben uns vergebens?

Jetzt möchte ich mir dir sprechen, doch du hörst es nicht, denn deine Welt dreht sich endgegengesetzt zu meiner.

Ich flüchte mich in die dunklen Ecken der Clubs, um im gleichen Takt mit dem Kopf nicken zu können wie du es tust. Ich versuche im Nebel und der Menschenmenge unterzutauchen, damit du mich nicht siehst und ich mich dir trotzdem nahe fühlen kann. Entdeckst du mich trotzdem, möchte ich sagen: „Hallo, ich liebe dich!“ meist wird es dann „ich hasse dich“ und vergeblich warte ich wohl auch weiterhin auf ein „du bist mir egal!“

Die Lichter blitzen, der Bass vibriert und wir leben weiter aneinander vorbei!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Ich hasse es

Du machst mich krank.

Ich hasse all die Dinge, die ich früher an dir geliebt habe. Ich hasse es, wie du lachst. Ich hasse es, wie du sprichst. Ich hasse es, wie du schreibst. Ich hasse das Gefühl von Geborgenheit, was mit der Erinnerungen an deine beschützenden Arme in meinem zerschundenen Herzen aufflackert. Ich hasse dein Lachen, deine Stimme und Aussehen. Ich hasse deinen Musikgeschmack und deine Art dich auszudrücken. Ich hasse es, wie friedlich du aussiehst, wenn du schläfst. Ich hasse es, wie du dich gibst und dich anziehst. Ich hasse deinen Körper, der früher in meinen Augen so perfekt gewesen war. Ich hasse jeden Fehler, über den ich früher lächelnd hinweggesehen habe.

Ich hasse es, wenn ich mich an Versprechen erinnere, die du nie eingehalten hast. Ich hasse es zu wissen, dass ich dir viel zu viele Chancen gegeben habe, die du einfach nicht verdient hast. Ich hasse es, dass du am Ende nur noch genommen, aber nicht mehr gegeben hast. Ich hasse es, dass du mir solche Schmerzen zugefügt hast. Ich hasse es, dass du mich so verarscht hast. Ich hasse es, dass du mit meinen Gefühlen gespielt hast, wann immer es dir in den Kram passte. Ich hasse es zu wissen, dass ich so viel Zeit an dir verschwendet habe..

Am meisten aber, hasse ich es, dass ich dich überhaupt hasse. Ich hasse es, dass die Gleichgültigkeit noch nicht da ist. Ich hasse es dich zu hassen. Denn ich hasse es überhaupt noch Gefühle für dich zu empfinden. Denn Hass ist ein sehr starkes Gefühl.
Alllerdings gibt es noch immer Momente, wo ich vergesse zu vergessen dich zu hassen. Und genau das hasse ich.

Erschöpft

Erschöpft! Das ist das einzige Wort, dass mir durch den Kopf schießt.

Erschöpft! Das ist das einzige Wort, dass mir durch den Kopf schießt. Erschöpft von der Gefühlsachterbahn, mit der ich schon seit Monaten immer und immer wieder die selben Bahnen fahre. Mit grandiosen Loopings, die einem ein Kribbeln im Bauch verschaffen, aber auch mit Fahrten bergab, die einen wieder tief in den Sitz pressen, dich auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Den Tatsachen, dass alles nur das eigene Wunschdenken war und die Seifenblase in der man sich befindet, mit einem lauten Knall zerplatzt.
Sehnsucht! Ich verspüre sie. Sehnsucht die mich immer wieder heimsucht, wie ein schlechter Traum den man immer und immer wieder träumt. Ich frage mich, wenn wir uns beide mögen, warum kannst du dann nicht bei mir sein? Ich bin nicht allein, nein, ich bin einsam, einsam ohne dich.
Aber woher kommt diese Einsamkeit? Ein Gefühl das ich nicht hatte bevor ich dich kannte- Sehnsucht!
Mutig wollte ich sein. Was riskieren. Weil sich das wie es war nicht mehr gut anfühlte. Doch das wurde mir zum Verhängnis.
Ich kann nicht schlafen. Und du? Du bestimmt. Wie ungerecht.
Ich liebe den Moment der Erinnerung, auch wenn er weh tut. Die Erinnerung an unser Kennenlernen, die Unkompliziertheit die damals noch dominierte. Habe ich dem Schönen das Unkomplizierte genommen?
Schon lange weiß ich, dass ich keine Gedanken mehr an das, an ihn verschwenden sollte. Mein Kopf weiß das, nur mein Herz stäubt sich dagegen. Immer und immer wieder klammere ich mich an jedes liebe Wort das fällt, denke, hoffe dass es diesmal ernst gemeint ist und unterdrücke zugleich jegliches ungute Gefühl das wieder meinen Rücken hinauf schleicht.

Stille! Das ist was ich will. Stille in meinem Zimmer, Stille in meinem Kopf .
Es tut gut sich nicht immer wieder über die selben Dinge Gedanken zu machen, Dinge die man nicht in der Hand hat, nicht beeinflussen und verändern kann. Irgendwann sieht man ein, dass man aufhören muss an Dingen festzuhalten, die nie richtig dagewesen sind- aufgeben muss! Irgendwann....

Montag, 2. Mai 2011

Herzschmerz

Es tut so weh, aber du weißt nicht wie sehr. Du hast nämlich kein Herz. Höchstens eins aus Stein.

Du weißt nicht wie das ist. Wie das ist, wenn sich dein Körper vor Schmerzen krümmt. Wenn da nichts außer diesem einen stechenden Schmerz in deinem Herzen ist. Letzteres kannst du auch gar nicht wissen. Du hast nämlich kein Herz. Höchstens eins aus Stein. Du bist gefühlskalt und ich so voller Emotionen. Das kann sich nicht vertragen. Explosive Mischung. Bloß, dass der Ort der Explosion mein Herz ist. Stein explodiert auch nicht. Du kippst Benzin in mein Feuer. Lässt meine Sehnsucht immer höher fackeln. Du kannst dich nicht entscheiden. Hälst mich hin. Warum, weil du mich nicht verletzen willst? Diese Ungewissheit, die mich nachts um den Schlaf bringt, die mich tagsüber von meinen Pflichten abhält… Ich mach dir keine Vorwürfe. Du kennst das ja nicht. Herzlos wie du bist.

Ich will nur das du weißt: Mein Feuer brennt lichterloh. Es kann nicht erlöschen, solange du noch da bist. Es ist keine Wärme, die mich warm hält. Es ist eine Hitze. Die mich verbrennt.

Gleichzeitig erfriere ich. Mir ist kalt. Obwohl ich unter 2 Daunendecke liege. Und mein Zimmer bei sommerlichen 25° C garantiert nicht zum Frieren taugt. Ich erfriere. Bis ich auch so ein gefühlstoter Eisklotz bin. Ich will das nicht, nein ich will das alles nicht mehr.

Mein Herz schreit. Schreit nach Liebe- und nach dir. Ich sitz im Wartezimmer. Und warte auf die Liebe. Eigentlich weiß ich schon längst, dass das Warten sinnlos ist. Für mich gibt es keine Heilung mehr. Ich hab zwar ein Rezept, doch mein Medikament ist unbezahlbar. Und grad nicht zu bekommen. Schon gar nicht in der richtigen Zubereitung, der richtigen Mischung. Mein Medikament wärst du.

Sonntag, 1. Mai 2011

Du hast mir in die Seele gespuckt

Experten unterscheiden fünf Phasen des Liebeskummers. Wie praktisch, wenn man sich sein Leid aufteilen kann....

Experten unterscheiden fünf Phasen des Liebeskummers: Bedrohung (Vorahnung), Lähmung (Gefühl der Leere), Verhandlung (Versuch, Trennung abzuwenden), Regression (Schmerz wird verdrängt) und Akzeptanz (Situation wird akzeptiert und angenommen).

Zwei Jahre. Es waren zwei Jahre meines Lebens, in denen ich geliebt, geweint, gelacht und mit dir mein Leben geteilt habe. Zwei Jahre, die dir jetzt nichts bedeuten. Altbacken wird es klingen und kindisch - Liebeskummer. Ja, jeder hatte es oder wird es schon irgendwann vor sich haben. Und die Welt wird sich immer weiter drehen, auch wenn ich dachte, dass meine Welt sich nur mit dir drehen würde.


Phase 1: Bedrohung (Vorahnung)
Ich frage dich wie es dir geht, du antwortest nicht. Ich will mit dir ins Kino gehen, du lehnst ab. Ich will mit dir zum See gehen, den Sonnenuntergang betrachten, du willst nicht. Ich will dich küssen, umarmen, ich will dich haben, ich will dich lächeln sehen, ich will dich sagen hören, dass du mich liebst. Ich will mit dir unter der Dusche singen und barfuß über den Strand gehen. Ich will dir durch die Haare wuscheln und ich will dir wichtig sein, ich will von dir angerufen werden. Wie früher. Ich will das "Früher" wieder haben. Und du sagst nein, zu allem, zu jedem Ding. Du lehnst es ab, aber willst nicht mit mir reden. Du willst oder kannst nicht sagen was passiert ist, was du denkst und was du fühlst. Ich kann nicht sehen was du siehst.


Phase 2: Lähmung (Gefühl der Leere)
Ein tauber Schlag. Ich höre dich Wörter sagen, viele, grausame Wörter, die mir eigentlich ins Fleisch schneiden sollen, aber ich kann deine Sätze nicht verarbeiten, nicht realisieren. Es ist vorbei. Du willst mich nicht, du lässt mich fallen. Ich werde nicht mehr mit dir unter der Dusche singen, ich werde nicht mit dir zum See fahren und ich werde dich nicht mehr küssen. Und lieben, werd ich dich auch nicht. Das alles seh ich vor mir, aber ich kann diese Dinge nicht fassen, sie sind weit weg. Unerreichbar, die sollen auch unerreichbar bleiben. Es ist nicht da, es kann mich nicht einholen.
Beklemennd, das Gefühl nicht aufstehen zu wollen. Ich will nicht in die Welt hinaus gehen. Ich will nicht denken und ich will nicht ohne dich den Tag erleben. Ich will nicht den Himmel ohne dich betrachten und ohne dich Filme schauen. Ich will nicht ohne dich essen gehen und ohne dich weggehen. Ich will nicht meine Zukunft ohne dich planen und ohne dich lachen. In mir macht sich ein Loch breit, drängt alle Organe zur Seite. Der Schmerz, der zuvor nur an mir geleckt hat, erhebt sich jetzt zu einer Welle. Warum willst du mich nicht?

Phase 3: Verhandlung (Versuch, Trennung abzuwenden)
Das ist doch alles nicht wahr, ein Albtraum mit uns in den Haputrollen. Der Schmerz ist da, aber du bist doch auch noch da. Und du liebst mich doch, irgendwo tief in dir drinnen? Liebst du mich doch,oder?. Und die zwei Jahre können dir doch nicht egal sein, ich kann dir doch nicht egal sein. Und ich kann dich doch nicht verlieren und du kannst mich doch nicht verlieren. Und wir können doch wieder zusammen sein. Und wir können doch alles vergessen, wir können uns wieder lieben und uns wichtig sein. Wir können doch alles ändern, wir können uns ändern, verändern. Wir können doch die Beziehung behalten. Wir könnten neu starten. Wir können hoffen und wir können es kriegen, die besseren Zeiten. Wir können wieder zusammen kommen. Das können wir doch, oder?


Phase 4: Regression (Schmerz wird verdrängt)
Du hast mir nie zugehört. Du hast dich nicht für mich interessiert. Du hast mich beleidigt und mich erniedrigt. Du hast mir weh getan. Du hast dich kindisch benommen, du hast mich nicht geschätzt. Du hast mich emotional kaputt gemacht. Du hast gesagt ich sei dir egal. Du hast gesagt du hast genug von mir. Du hast all deine Versprechen vergessen, du hast deine Schwüre vergessen, du hast mich vergessen. Du hast mich fallen gelassen. Du hast mir nicht geholfen. Du hast mich weinen lassen und mich enttäuscht. Du hast mich angelogen, mich verraten. Du hast deine Prioritäten anders gesetzt.
Du bist es eigentlich nicht wert, du bist meine Tränen nicht wert und meinen Kummer, meine Hilflosigkeit und meine Ohnmacht. Du bist doch ganz anders geworden. Dein altes ICH ist gestorben. Du bist ganz weg, du bist nicht mehr meins. Du bist weg. Du hast mir in die Seele gespuckt und meine Gefühle zertrampelt. Und jeder sagt mir, dass du mich nicht verdient hast, dass du es bereuen wirst. Du bist schlecht, schlecht für mich.
Im Vergleich zu Liebe ist Hass ein wirklich schwaches Gefühl.

..Die nächste Phase wäre eigentlich Akzeptanz, ich werde - glaub ich - lange auf sie warten .. Aber wo ist die Phase für schlechten Phasen? Für die Erinnerung und den Schmerz, den tiefen, bohrenden Schmerz. Wo ist der Platz für die Gedanken, die einen auffressen, einen verschlingen und nicht wieder loslassen.

Du hast mich geliebt. Mich gewollt, und mich bei dir haben wollen. Du hast mir die Welt versprochen, du hast dich mir versprochen. du hast mit mir geträumt und du hast mit mir gehofft. Du hast mit mir Städte bereist, du hast mich unterhalten, du hast mich gebraucht.
Wie konntest du das all vergessen? Wie konntest du mir das antun? Und ich dachte immer: es gäbe uns und es gäbe die Welt da draußen. Aber im Endeffekt waren auch wir die Welt da draußen.