Donnerstag, 12. Mai 2011

Wir hoffen immer...

Ich liege auf dem Bett und starre ins Nichts. Mein Kopf ist überfüllt mit tausend Gedanken.

Es sind so viele, wirr und unwirklich - mein Kopf scheint zu platzen.

Ich schließe die Augen und spüre deinen Atem auf meiner Haut, erinnere mich daran, wie sehr du meinen Duft liebtest. Ich nehme das Kissen, auf dem du immer geschlafen hast und rieche dran. Es riecht nach dir und Tränen laufen über mein Gesicht. Ich darf nicht weinen, ich muss stark sein. Es ist besser so sage ich zu mir und wische die Tränen weg und öffne wieder die Augen. Da ist nichts. Du bist nicht da. Woher weiß ich, dass es Liebe war. Woran erkenne ich den Unterschied zur Gewohnheit. Du hast mir wehgetan oder war ich das selbst? Du wolltest mich nicht, ich kann nicht mehr. ich weiß es macht keinen Sinn. Zu oft sind wir gescheitert oder haben wir es einfach nicht oft genug versucht?

Ich bin voller Zorn, diese unbändige Wut in mir bringt mein Blut zum Kochen. Ich will dich, ich will dich nicht. Ich will glücklich sein mit dir, ich bin nicht fähig das Glück zu erkennen. Ich drehe durch. Ich will Liebe oder will ich doch nur Leidenschaft. Ich will in dir verschwinden und eins mit dir sein.

Ich habe gehofft. Monatelang habe ich gehofft, dass es niemals enden wird. Monatelang hab ich akzeptiert nicht die einzige tolle Frau zu sein und immer wieder gehofft, dass es sich ändern wird. Die Zeit wird schon alles richten hab ich mir eingeredet. Habe gegen meinen Verstand rebelliert und auf mein Herz gehört. „Bleib bei ihm und kämpfe für diese Liebe“ hat es zu mir gesagt, dieses kleine miese Ding hat doch keine Ahnung.

Ich vermisse dich, mal mehr und mal weniger. Aber ich vermisse dich wirklich. Und wenn ich dich vermisse, dann tut es besonders weh. Ich vermisse nur dich ohne Worte und ohne andere Dinge im Kopf. Ich will bei dir sein, dir zusehen wie du arbeitest, fotografierst. Du bist so glücklich und frei, wenn du das tust. Dann will ich mit dir glücklich und frei sein. Ich will die einzige Frau an deiner Seite sein. Am liebsten für immer. Alle sollen sehen können, dass du mich liebst und ich dich liebe. Wollten wir nicht das schönste und beneidenswerteste Paar weit und breit werden? Erinnerst du dich? Aber so ist es nicht, das ist nicht real. Ich bin eine Träumerin. Hin- und hergerissen schwanke ich zwischen Vernunft und Besessenheit. Warum kann es nicht einfach unkompliziert und schön sein. Wieso kannst du nicht auch Fehler eingestehen, wieso suchst du nur bei mir?

Ich werde mein Herz begraben. Ich werde es in eine Kiste tun und diese kommt weit weg. Ja, ich setzte es frei und hoffe darauf, dass du es irgendwann findest und mir wiederbringst. Ich hoffe auch, dass es nicht mehr weh tut, wenn es begraben ist. Begraben mit all seinen Wunden und Narben. Es soll einfach nicht mehr da sein. Ich möchte mich frei fühlen von diesem Schmerz, der mir auf der Seele brennt.
Aber was ist das für ein Leben, ein Leben ohne Herz?

Scherbenwelt.

Stell dir vor du wachst auf und stellst fest: Nichts war jemals so, wie es zu sein schien. Deine ganze Welt steht Kopf.

Vor dir: Scherben. Ein großer Haufen voll davon.
Mittendrin: Du. Oder was von dir übrig ist.

Wie fühlst du dich?
Betäubt? Kalt? Warm? Tot? Lebendig?
Fühlst du noch etwas? Oder sind deine Gefühle mittendrin. In diesem Haufen.
Die Kanten der Scherben scheinen scharf zu sein. Erschreckend und verlockend zugleich.

Du gehst hin, weißt du wirst dich verletzen, wenn du genauer hinsiehst. Doch du tust es.
Faszinierend, wie das Blut aus der Spitze des Zeigefingers läuft. Langsam. So dickflüssig. Das müsste weh tun. Dessen bist du dir sicher. Doch du spürst nichts. Du bist betäubt. Wo bleibt der Schmerz. Blickst auf deine Wunden. Sie tuen nicht weh, nur die Wunde in deinem Herzen.

Die Welt um dich herum erscheint wie durch einen Schleier.
Dreh dich um.
Bemerkst du die Schatten?
Erst nur ein paar, dann sind Sie überall.

Spitze Schreie. Kurz der Schmerz. So stechend. Er bringt dich um. Könnte... Doch du kannst ihn betäuben. Was bleibt, ist die Wut. Geifernd. Hasserfüllt. Grauenvoll.

Wut wandelt sich in Hass. Er frisst dich auf. Nimm dich in Acht.
Es ist so leicht zu fallen.

Mitten in die Scherben. Die Scherben, die deine Welt bedeutet haben.
In dir der verzweifelte Wunsch es zu reparieren.
Das richtige Werkzeug fehlt. Wird immer fehlen.
Nie wieder wirst du sie so zusammensetzen können, dass man die Bruchstellen deiner Welt nicht mehr erkennen könnte.

Was bleibt sind Narben. Zugleich Mahnung und Erinnerung.
Es ist nicht immer leicht.
Du wirst schon sehen.

Vielleicht wird es besser... Das Gefühl der Hoffnung ist warm. Wie die warmen Strahlen der Sonne auf deiner nackten Haut.
Nimm dich in Acht.
Verbrenn dich nicht.

Dienstag, 10. Mai 2011

Hassliebe

Ich verabscheue dich jeden Tag mehr. Ich kann dich immer weniger leiden. Dein Anblick macht mich krank.

Ich hasse dich, weil du dir Mühe gegeben hast, dass ich mich in dich verliebe.
Ich hasse dich, weil du mich davon überzeugt hast, dass es zu zweit schöner ist.
Ich hasse dich, weil ich wegen dir nicht mehr Single sein will.

Ich hasse dich, weil du mich abserviert hast, als ich angefangen habe dich zu lieben.
Ich hasse dich, weil du plötzlich ein Arschloch geworden bist, als ich angefangen habe dich nett zu finden.
Ich hasse dich, weil du meine Objektivität gestohlen hast, als ich angefangen hab jeden Tag über dich nachzudenken.

Ich hasse, dass du mich zum Lächeln gebracht hast.
Ich hasse, dass ich geglaubt habe mein Traumprinz ist endlich da.
Ich hasse, dass ich noch immer will, dass du mich zum Lächeln bringst.


Ich hasse dich, weil ich wegen dir geweint habe.
Ich hasse dich, weil ich heute noch immer weine.
Ich hasse dich, weil ich in einsamen Momenten immer bei dir sein will.

Ich hasse deine Art mich einzuwickeln.
Ich hasse deine Lügen, dass du ein besserer Mensch werden willst.

Ich hasse, dass du deine Probleme nicht mit meiner Hilfe lösen willst.
Ich hasse, dass du glaubst ich als deine Freundin würde dich ablenken von deinen beruflichen Zielen.
Ich hasse, dass du mir sagst, dass ich toll bin und man so eine wie mich nicht so schnell wieder findet.

Ich hasse es, wenn du nur nett bist wenn du etwas von mir brauchst.
Ich hasse es, dass ich immer wieder drauf reinfalle.
Ich hasse es, wenn du komplett verloren vor meiner Tür stehst und aussiehst wie ein Häufchen Elend.

Ich hasse es, dass ich mir Sorgen um dich mache, obwohl du auf meine Gefühle scheißt.
Ich hasse es, wenn du nicht auf meine SMS antwortest.
Ich hasse es, dass du nie auf meine Fragen reagierst.

Ich hasse, dass du so ein Einzelgänger bist.
Ich hasse, dass dir alles andere wichtiger ist als ich.


Ich hasse deine Frisur.
Ich hasse deine peinlichen T-Shirts, die dich unförmig aussehen lassen.

Ich hasse dich, weil du keinen Sex mehr willst.
Ich hasse dich, weil du mir das Gefühl gibst nicht mehr interessant zu sein.
Ich hasse dich noch mehr, weil du mir das Gefühl gegeben hast das Interessanteste für dich zu sein.

Ich hasse dich, weil du dich früher jede Sekunde mit mir unterhalten wolltest.
Ich hasse dich, weil du früher soviel Kontakt haben wolltest, dass ich genervt von dir war.
Ich hasse dich, weil ich heute nicht mal mehr eine Sekunde Aufmerksamkeit von dir bekomme.

Ich hasse wie du dich anderen Mädchen gegenüber verhältst.
Ich hasse wie du deine Unsicherheit mit vergeblicher Coolness zu überspielen versuchst.
Ich hasse wie du versucht ein Teil der Gruppe zu sein, der du nicht angehörst.

Ich hasse es, wenn du sagst, du bist in Wahrheit kein Arschloch.
Ich hasse es, wenn du sagst, dass dir eine Beziehung trotzdem zur Zeit nicht reinpasst.

Ich hasse dich, weil du mich kennenlernen wolltest.
Ich hasse dich, weil du dir so viel scheiß Mühe gegeben hast.
Ich hasse dich, weil du es so dermaßen versaut hast.

Ich hasse, dass ich durch dich ein anderer Mensch geworden bin.
Ich hasse, dass ich durch dich mehr Laster habe.
Ich hasse, dass ich durch dich unnötigen Scheiß durchgemacht habe.

Ich hasse, dass du mich tagsüber vom Leben abhältst.
Ich hasse, das du mich nachts vom Schlafen abhältst.
Ich hasse, dass du mich ab und zu am Glücklichsein hinderst.

Ich hasse dich dafür, dass ich noch weniger Vertrauen in Männer habe.
Ich hasse dich dafür, dass du mir soviel wertvolle Zeit gestohlen hast.
Ich hasse dich dafür, dass du mir auch in Zukunft noch den ein oder anderen Nerv rauben wirst.

Und ich hasse am meisten, dass ich trotz allem noch glaube, dich nicht hassen zu dürfen ... weil du ja eigentlich kein Arschloch bist.

If I could change your mind

Das war die erste Nacht, seit Wochen, in der ich nicht von dir geträumt habe.

Ein warmer Morgen und
die Sonne scheint auf mein Bett.
Ich spüre sie auf meinem Arm,
der mein Kissen ganz fest an mich drückt.
Ich wache langsam auf.
Meine Augen lasse ich zu und mein erster Gedanke-
bist du.

Ich bin eingeschlafen,
als ich gestern Abend an dich gedacht habe.
Doch irgendwie fühle ich mich nicht gut.
Das Gefühl gefällt mir nicht.
Es ist mir zu bekannt. Es tut so weh !

Ich habe schlechte Laune.
Hab gar keine Lust die Augen aufzumachen.
Außerdem male ich mir aus, was du gestern Abend
und die ganze Nacht gemacht hast.
Warst du unterwegs?
Gibt es da eine Andere in deinem Leben?

Mir gehen deine Worte und deine SMS durch den Kopf.
Jede einzelne Situation spielt sich wie ein schlechter
Film in meinem Kopf ab.
Meine Worte und Texte fallen mir ein und ich
versuche sie sinnvoll zusammenzusetzen.
Es ergeben sich merkwürdige Bilder.
Ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen und
soviel mehr geben, als ich gegeben habe.
Worte die ich sagte und schrieb einfach zurück
nehmen und ungeschehen machen.

Ich war die ganze Zeit ich selbst, mehr als je zuvor.
Hätte es was gebracht wenn ich mich wie früher verstellt hätte? Aber es war schön Ich zu sein. Aber als Ich werde ich wohl nicht geliebt.

Wäre es anders gelaufen, würdest du jetzt neben mir liegen
und ich könnte zufrieden die Augen zu lassen?
Mich einfach zu dir drehen und mich auf deine Brust legen.
Das Schlagen deines Herzens hören.

Ich spüre deine Küsse an meinem Hals.
Deine warmen und sanften Hände.
Dein Mund war so unglaublich weich.
Ich habe mich in deinen Armen so wunderbar geborgen gefühlt
und jeden einzigen Moment mit dir genossen.

Durch deine Haare raufen war das Größte für mich.
Wenn ich dich sehe, möchte ich das am liebsten die ganze Zeit tun.
Und dich küssen.
Ich will verdammt noch mal diese fordernden Hände
auf mir spüren und ich will, dass du das auch willst.
Mein Gott, ich weis nicht mal was du willst!

Wieso schreibst du nicht zurück?
Habe ich es mit meiner letzten Nachricht noch mehr versaut?
Na was denkst du denn?

Deine Aussage, dass du keine Beziehung
mit mir willst, habe ich verstanden.
Doch warum dann diese innige Umarmung beim Abschied. Warum hast du meine Hand gehalten?
Bilde ich mir das wirklich alles nur ein.
Bist du so ein guter Schauspieler?

Ein Auge bekomme ich auf.
Ich tippe auf mein Handy.
Natürlich ist nichts drauf.
Das wusste ich ja auch eigentlich schon vorher.

Das Augenlied fällt wieder zu und meine Laune ist nicht besser.
Mein Kopf tut weh.
Vielleicht sollte ich weniger nachdenken.
Aber ich will nicht weniger über dich nachdenken.

Ich überlege, was ich geträumt habe.
Langsam merke ich, warum ich schlechte Laune habe.

Das war die erste Nacht, seit Wochen, in der ich nicht von dir geträumt habe.