Freitag, 17. Juni 2011

Als ich kichernd durch den Regen lief

,da hatte ich dich vergessen.

Plötzlich setzte der Regen ein, kurz bevor ich zu Hause war.
Der Regen prasselte auf mich ein und mit ihm all das, was ich vergessen hatte zu sehen.
Er wusch dich einfach weg und ich lief lachend durch den Regen.
Gekitzelt von jedem Tropfen, der mich kalt im Nacken traf.
Ich riss die Augen auf, hielt mein Gesicht in den Regen und schaute mich satt, an dem, was mich umgab. Mir schien es, als hätten die Farben an Brillanz gewonnen, als könnte ich jeder hässlichen Straßenecke ihre eigene Schönheit entlocken. Nichts erinnerte mich an dich. Der Wind pfiff mir um die Ohren, fuhr mir in die Kleider und der Regen klebte sie mir an den Leib. Ich war glücklich. In diesen Minuten lachte ich den Kummer weg. Vergaß alles. Nahm alles auf. Schaute mir die Blitze an, hörte dem Donnern zu. Ich rannte, sprang, lachte. Und nach dem ersten kurzen Zögern, einem kritischen Blick, tat es mir mein Hund gleich. Wir sprangen quietschend in die nächste Pfütze. Lachend. Ich könnte schwören er lachte auch.

Mein Lächeln verschwand, als ich durch die Haustür trat und mich erinnerte.
Du bist nicht hier.

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