"Liebe macht blind", vielleicht ist ja etwas dran an dem Sprichwort.
Es ist ein ewiges Ab und ein ewiges warten auf das Auf. Es ist ein ewiges sich entschliessen stur zu bleiben und ein ewiges Aufgeben. Es ist ein ewiges schwoeren nicht mehr wegen dir zu weinen und ein ewiges eingestehen, es wieder nicht geschafft zu haben. Ein ewiges hin und her. Ein ewiges, ewiges ungluecklich sein. Seitdem wir zusammen sind.Mit jedem Wort, dass du sagst, oder nicht gesagt hast, mit allem was du getan, oder nicht getan hast. Mit allem bohrst du noch ein Stueck tiefer in die Narbe, die du mir hinterlaesst. Du machst mich so ungluecklich, wie es kein Mensch zuvor geschafft hat. Du redest ohne nachzudenken, und anstatt sauer zu werden und dir fern zu sein, gebe ich auf. Ich gebe kleinbei. Und dabei bin ich bei allen anderen die allerletzte, die sich etwas gefallen laesst, was sie nicht will. Ich sage immer meine Meinung, stehe dazu und kann so stur und dickkoepfig sein, dass es oft sicherlich kaum zu ertragen ist. Doch wenn es um dich geht, lasse ich alles durchgehen. Ich belohne dich ja sogar dafuer, dass du mich wie ein Stueck Dreck behandelst. Ich fuehle mich so schwach wegen dir. Ich weine andauernd. Jeden Tag, immer wieder. Die Tränen stiegen irgendwo tief in mir hoch und quälen meinen Körper mit einem gewaltigen Zittern, das mir die Luft aus den Lungen saugt und mich nach Atem ringen laesst.
Und weisst du, was mich fast noch mehr verletzt? Zu wissen, dass ich nichts besonderes fuer dich bin. In spaestens zehn Jahren kennst du meinen Namen nicht mehr, weisst nicht, wann unser erster Kuss war und wo ich gewohnt habe. Du wirst dich nicht mehr daran erinnern, wie wir unseren ersten Abend zusammen verbracht haben, an Dinge, die ich dir anvertraut habe und wahrscheinlich sogar, wie wir uns das erste Mal die Liebe gestanden haben. Eigentlich will ich nicht mehr von dir reden, nicht mehr an dich denken, dich nicht mehr sehen. Aber alles, was ich sehe, erinnert mich an dich. Und alles, was ich sehe, verliert an Glanz.
Ich kann nicht genau formulieren und ausdruecken, welchen Grund es gibt nichtendlich aufzu geben. Ich weiss nur, dass ich es nicht kann. Ich denke ich will einfach eine Beziehung fuehren. Ich mag Beziehungen. Eigentlich wollte ich sie mit jemandem, der mich liebt und mich nicht irre findet, mit jemandem, der mir zuhört und sich nicht bloß mitteilen will, mit jemandem, der mich einfach sieht. Weisst du, so sehr du mir weh tust, ich weiss, wuerde ich es lassen würde ich dich nie mehr wieder sehen.
Vielleicht ist ja etwas dran an dem Sprichwort. Die Liebe zu dir hat mich blind gemacht.
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